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Michael H. Sprenger, M. A.

E-Mail-Adresse: sprenger@fotomarburg.de
 
Telefonnummer: 06421-28-23607
 
Adresse: Bildarchiv Foto Marburg
Biegenstraße 11
35037 Marburg

 
Kurzbeschreibung der eigenen Forschungen im Zusammenhang mit der Geschichte der Kunstgeschichte im Nationalsozialismus:
In seinen Forschungen zur Kunstgeschichte im NS konzentrierte sich Michael H. Sprenger bisher auf die Geschichte des Kunstgeschichtlichen Seminars der Philipps-Universität Marburg sowie auf die des 1929 gegründeten „Preußischen Forschungsinstituts für Kunstgeschichte“ zwischen 1920 und 1950. Dreh- und Angelpunkt beider nur de jure getrennten Institutionen ist der langjährige Direktor beider Einrichtungen, Richard Hamann, welcher das Fach seit seiner Berufung 1913 entscheidend mitprägte. Mithilfe seines praktischen Organisationstalents, gerade auf dem Gebiet der Fotografie (Foto Marburg), gelang es dem politisch eher links stehenden Hamann – nach ersten Schwierigkeiten zu Beginn des „Dritten Reichs“ – seine Position zu halten und im Zuge der Fotokampagnen, die u. a. in Kooperation mit dem Bonner Institut durchgeführt wurden, weiter auszubauen. Von besonderem Interesse sind darüber hinaus die Biografien der anderen Marburger Dozenten wie der Schülerschaft, welche noch weiter erforscht werden müssen.

Art der Unterstützung von GKNS-WEL:
In erster Linie Einspeisen von ausgewählten Dokumenten zur Geschichte des Kunstgeschichtlichen Seminars der Philipps-Universität Marburg sowie des Preußischen Forschungsinstituts für Kunstgeschichte, vor allem aus den Beständen des Hessischen Staatsarchivs Marburg, aber auch des Hausarchivs des Kunstgeschichtlichen Instituts Marburg. Ferner sollen in Absprache auch wichtige Dokumentgruppen aus dem bislang nur teilweise gesichteten Nachlass Richard Hamanns in der Marburger Universitätsbibliothek eingegeben werden (hier besonders in Rücksprache mit Ruth Heftrig, Bonn).

Publikationen zur kunsthistorischen Wissenschaftsgeschichte:

  • Richard Hamann und die Marburger Kunstgeschichte zwischen 1933 und 1945. – In: Kunst und Politik. Jahrbuch der Guernica-Gesellschaft, Bd. 5/2003, Schwerpunkt: Kunstgeschichte an den Universitäten im Nationalsozialismus, hrsg. von Jutta Held und Martin Papenbrock, Göttingen 2003, S. 61–91.
  • (gemeinsam mit Nikola Doll und Christian Fuhrmeister) Kunstgeschichte im Nationalsozialismus. Aufriss und Perspektiven. – In: Kunstgeschichte im Nationalsozialismus. Beiträge zur Geschichte einer Wissenschaft zwischen 1930 und 1950, hrsg. von Nikola Doll, Christian Fuhrmeister und Michael H. Sprenger, Weimar 2005, S. 9–25.
  • Das Kunstgeschichtliche Seminar und das Preußische Forschungsinstitut der Marburger Universität im Nationalsozialismus. – In: ebenda, S. 71–84.
  • „Hamanns Schule ist eine der schwersten, aber sie übt.“ Marburger Kunstgeschichte im Spiegel einer Festschrift von 1944. – In: ebenda, S. 243–261.
  • (gemeinsam mit Hans-Joachim Kunst u. a.) Die Geschichte des Kunstgeschichtlichen Seminars 1933–1945. – In: Germanistik und Kunstwissenschaften im „Dritten Reich“. Marburger Entwicklungen 1920–1950, hrsg. von Kai Köhler, Burghard Dedner und Waltraud Strickhausen (= Academia Marburgensis, 10), München 2005, S. 27–82.

 

 

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